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Reitpädagogik nach Dell'mour
Reitpädagogik nach Dell'mour

Definition der Tätigkeit der Reitpädagogischen Betreuung

Die „Reitpädagogische Betreuung“ versteht sich als Spielgruppenleitung mit Pferd, bzw ist sie das Pendant zum Skikindergarten. Es wird mit 2 bis 4 Kindern und einem geeigneten Pferd gearbeitet. Auch größere Gruppen, z.B. Kindergartengruppen, Volkschulen sind Zielgruppen in der RBP. Hier wird aber Unterstützung durch eine geeignete Hilfe angeraten. Es befinden sich ein bis max. zwei Kinder auf dem Pferd. Die Kinder machen auch einfache Turnübungen am Pferd und div. Turn- und Laufspiele am Boden. Das Tragen einer Reitkappe ist nicht zulässig. ( s. int. Reglement für Voltigieren) Die anderen Kinder werden in ein Spiel eingebunden. Das Spiel kann die Gruppe der Bodenkinder allein betreffen, oder aber ein gemeinsames mit dem reitenden Kind und dem Pferd sein.

Der Arbeitsbereich der
1.) RPB wird auf einem gesicherten Platz durchgeführt; das kann ein Reitplatz, eine Reithalle oder auch ein anderer geeigneter abgegrenzter Bereich sein.
2.) Den Kindern wird das gesamte Lebensumfeld des Pferdes anschaulich gemacht, d.h auch der Stall, die Weiden, oder andere im Zusammenhang mit dem Pferd stehende Orte.
3.) In der RPB werden auch unterschiedliche Naturerfahrungen vermittelt. Das macht es notwendig mit dem Pferd und den Kindern ins Gelände zu reiten. Hier darf nur ein Kind am Pferd sitzen. Das Kind trägt stets eine nach Önorm geprüfte Reitkappe.

Ausrüstung des Pferdes für die RPB:
 Führstrick mind. 1,80 m lang mit einem Karabiner ( kein Panikhacken!)
 Zaumzeug mit Trense, die nicht aus dem Maul des Pferdes gezogen werden kann, d.h. eventuell Gummischeiben
 Dickes Reitpad
 Reitgurt mit zwei stabilen Griffen, eventuell Schutzpolster fürs Pferd

In der RBP wird das Pferd immer geführt!
Folgende Führtechniken kommen zum Einsatz:

Beschützendes Dreieck
 Der Führstrick wird in den jeweils inneren Ring der Trense eingehängt. Das ermöglicht ein sehr genaues und differenziertes Einwirken auf das Pferd.
 Die RBP gibt dem Pferd mittels Strick und Stimme, die gewünschten Kommandos
 Der Zügel wird über einen, oder beide Griffen des Reitgurtes gehängt. Das ermöglicht u.U. ein
 „ Reiten vom Boden aus“ und erhöht die Sicherheit für das reitende Kind.
 Die RBP geht auf Höhe des Kindes. Sie steht entweder seitlich oder frontal zum Kind. Sie kann zwischen allen weiteren Führpositionen wechseln.

Führen am Kopf des Pferdes
 Der Führstrick wird in den jeweils inneren Ring der Trense eingehängt.
 Die RBP geht auf Höhe des Pferdekopfes ohne Sichtkontakt zum reitenden Kind.

Verkehrtes Führen
 Die RBP geht auf Höhe des Pferdeskopfes
 Sie geht verkehrt herum und hat so Sichtkontakt zum reitenden Kind.
 Sie hat dadurch eine guten Überblick über die ganze Gruppe
 Es ist aber darauf zu achten, dass keine Gegenstände im Weg liegen.

Ausrüstung der Kinder:
1.) Bewegungsfreundliche Kleidung
2.) Sportschuhe
3.) Reitkappe beim geführten Ausritt

 

 

 

Definition der Tätigkeit in der Ganzheitlichen Reitpädagogik

Die ganzheitliche Reitpädagogik ist ein von der Reitweise unabhängiger pädagogischer Ansatz. Auf Grundlage der klassischen Dressur unter Berücksichtigung entwicklungspsychologisch bedingter Bedürfnisse der ReiterInnen werden Reittechniken vornehmlich über erfahrungsorientierte Angebote vermittelt.

Folgende Tätigkeiten umfasst die Ausübung der ganzheitlichen Reitpädagogik:

nichtselbständiges Reiten mit Reitgurt:
4.) siehe Führtechniken der Reitpädagogischen Betreuung
5.) Longenunterricht mit ausgebundenem Pferd und Verschnalltechnik der Longe, wie im klassischen Unterrichten
6.) Longenunterricht wie im westernorientierten Reitunterricht ohne ausgebundenem Pferd


Selbständiges Reiten mit Reitgurt:
4.) Begleitung durch nebenhergehende Reitpädagogin
5.) Reiten in der Reitgruppe
6.) Reiten im Gelände
7.) Überwinden niedriger Hindernisse - Sprunggymnastik

Selbständiges Reiten mit Sattel:
1.)Begleitung durch nebenhergehende Reitpädagogin
2.)Reiten in der Reitgruppe
3.)Reiten im Gelände
4.)Überwinden niedriger Hindernisse - Sprunggymnastik


Für alle ReiterInnen ist das Tragen einer ÖNORM Dreipunktkappe (Helm) verpflichtend. Unterschiedliches Spielmaterial kommt zum Einsatz. Die Verwendung dieser Spielmaterialien setzt jedoch eine entsprechende Spezialisierung des Pferdes voraus. (= Desensibilisiert)

(Andere Reittechniken, wie z.B.: NHT- Halfter, Halsring, o. ä., eventuell reiten am ungesattelten Pferd – was kann damit geschehen?)


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